Transparenz

Transparenzbericht 2020

Hello Coffee-Lovers !
Im Jahr 2020 ist einiges passiert bei uns. Wir haben jetzt endlich einen eigenen Webshop – vielen Dank dafür an das make Utopia IT-Kollektiv Hamburg ! (https://www.makeutopia.de/)
Außerdem basteln wir immer noch an unserer neuen Website. Nach und nach werdet ihr da immer mehr interessanten Inhalt finden. Auch hier gehen Grüße raus an alle, die uns dabei supportet haben !
Unsere Buchhaltung ist ebenfalls professioneller geworden. Dafür haben wir jetzt zusätzlich externe Unterstützung gesucht.


Last but not least sind wir zum 01.01.2021 mit unserem Büro und Lager umgezogen und bei der Mundhalle Genossenschaft (https://www.mundhalle.de/) im Überseeterminal in der Hafencity angelandet.
Es gab auch einiges an persönlichem Wandel, was dazu geführt hat, dass wir jetzt Lisa als neues Kollektivmitglied begrüßen dürfen – yeah ! Wir sind also zu viert.
Aufgrund von Corona haben wir keine Kaffeestände organisiert und einiges an Nachfrage bei Gastronomie und Büro ist eingebrochen.
Außerdem freuen wir uns sehr, weiterhin mit unseren Freund_innen vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista (https://www.aroma-zapatista.de/start/) zusammen arbeiten zu können und einen Teil ihres Sortiments zu rösten.
Im Jahr 2020 haben wir insgesamt 4 Tonnen Röstkaffee (importiert von Aroma Zapatista) am Trommelröster bei unseren Kolleg*innen von Quijote Kaffee produziert. Davon 1,7 Tonnen von den Zapatistas der Kooperative Yachil aus Mexiko und 2,3 Tonnen kolumbianischen Kaffee von der CENCOIC.
2020 war wieder einmal geprägt durch sehr niedrige, um nicht zu sagen existenzbedrohende Weltmarktpreise für Rohkaffee. Umso mehr freut es uns den Kooperativen einen – für die harte Arbeit aus unserer Sicht immer noch zu niedrigen – Preis für den Rohkaffee zu zahlen.
5,29 Dollar/KG für den Kaffee von der CENCOIC aus Kolumbien und 4,49 Dollar/KG für den Kaffee von den Zapatistas aus Mexiko.
Darüber hinaus sind 1800,00 Euro in selbstverwaltete, politische Projekte nach Kolumbien und Mexiko geflossen (45 Cent pro Kg Röstkaffee).
Beim Verpacken des Kaffees haben wir aus ökologischer Sicht noch keine für uns ideale Lösung gefunden und bleiben erst mal bei PE-beschichteten Papierbeuteln, welche zwar bei der Herstellung relativ energiesparend sind, allerdings wie alle Verbundmaterialien nur schwer recycelt werden können. Soweit wir wissen existiert auf dem Markt im Moment keine bessere Alternative.
Wir wollen am liebsten immer mehr Kaffee verpackungsfrei anbieten und haben dazu auch verschiedene Behältnisse im Sortiment.
Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt bereisen die Zapatistas im Sommer 2021 den europäischen Kontinent, um sich über die Kämpfe von unten und links auszutauschen. Die Vorbereitungen dazu sind bereits in vollem Gange und wir freuen uns darauf, einen Teil der Delegation in Hamburg willkommen zu heißen !
Aus diesem Anlass planen wir für 2021, u.a. einen gemeinsamen Solikaffee (schaut in unserem Shop) zusammen mit allen Hamburger Kaffeekollektiven herauszubringen, um dadurch einen Teil der Reise zu finanzieren.
Mehr Infos zur Reise der Zapatistas hier https://www.ya-basta-netz.org/
Kommt gut durchs Jahr 2021 und besucht uns in der Mundhalle !
Euer Kaffeekollektiv – la gota negra

Preiskalkulation 2020

Wir haben uns entschieden, eine hohe Transparenz in unserer Preisgestaltung zu haben.

Das heißt, Preise für Rohkaffee, Transport, Lagerung, Abnutzung der Maschinen, Verpackung, Versand und Bezahlung der Arbeiter*innen, werden, sobald sie feststehen, hier offen dargelegt. In dem, was wir unseren Produzent*innen zahlen, orientieren wir uns an den Ideen der solidarischen Ökonomie, das heißt, wir versuchen, allen an der Produktionskette Beteiligten einen Betrag zu zahlen, der ihrer Arbeit angemessen ist.

Bei Bezahlung von uns Arbeiter*innen verfahren wir ähnlich, jedoch setzen wir uns ein Limit. Dieses orientiert sich an dem Hamburger Durchschnitt, also …/ Stunde. Diese Ziel liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch in weiter Ferne.

Wir versuchen, möglichst wenig Teil der kapitalistischen Marktlogik zu sein, die unter dem Motto “Mehr, mehr, mehr; Wachstum, Wachstum, Wachstum!” alle Mittel heiligt, die diesem Zwecke dienlich sind. Unser Ziel ist es nicht, möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften und diesen dann zu privatisieren. Wenn wir Gewinne erwirtschaften, so hat die im Wortsinne gerechte (also: zu gleichen Teilen für gleiche Arbeit verteilte) Bezahlung der Bäuerinnen und Bauern Priorität. Ein weiterer Plan ist es, als Teil unserer politischen Arbeit Geld an libertäre oder linksradikale Projekte weiterzugeben. Bei all dem sind wir uns bewusst, dass wir nicht von heute auf mogen eine gerechte Welt schaffen können. Das soll uns aber nicht hindern, es dennoch zu versuchen – und dabei das Motto der Zapatist*innen zu beherzigen: “Preguntando caminamos – Fragend schreiten wir voran!”

Hier könnt ihr den aktuellen Kauf Vertrag ansehen!

Kaufvertrag 2021