Transparenzbericht 2022

Hallo Freund*innen des leckeren solidarisch gehandelten Kaffees !

Im Jahr 2022 war ganz schön viel los. Eine Kollektivista hat uns leider verlassen. Vielen Dank für die schöne Zeit zusammen ! Dafür sind gleich drei neue Kollektivmitglieder zu uns gestoßen. Das hat natürlich sehr viel frischen Wind zu uns hereingeblasen, aber auch organisatorische Herausforderungen mit sich gebracht und vor allem sehr viel gute Laune ins Kollektiv getragen!

Rohkaffeepreise auf dem Weltmarkt

Der Rohkaffeepreis an der Börse ist im letzten Jahr sehr stark angestiegen, was uns gefreut hat; Viele Kaffeebäuer*innen haben in den letzten Jahren aufgrund der sehr niedrigen Preise defizitär gewirtschaftet und jetzt z.T. ihre Schulden zurückzahlen können. Da wir uns nicht am Börsenpreis orientieren, lag unser gezahlter Kaffeepreis schon immer deutlich höher – was auch weiterhin unser Anspruch sein wird. Deshalb waren wir gezwungen unsere Verkaufspreise deutlich anzuheben, auch weil der Rohkaffeepreis in Kolumbien im Ländervergleich besonders stark angestiegen ist. Wir wissen, dass viele Menschen mit hohen Preisen und Inflation zu kämpfen haben und deshalb versucht so moderat wie möglich zu erhöhen.

Insgesamt haben wir im letzten Jahr 5,4 Tonnen Kaffee geröstet.

Umzug

Das ganze letzte Jahr war geprägt von der Raumsuche zusammen mit der Mundhalle e.G., weil klar war, dass wir unseren schönen Arbeitsplatz am Überseequartier zum Ende des Jahres räumen müssen. Dabei gab es viele Auf`s und Ab`s, Ideen und Verhandlungen des Vorstands der Genossenschaft mit Vertreter*innen der Stadt. Weil bis Ende vergangenen Jahres nichts klar war, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, etwas Anderes zu suchen. Die Suche ist noch nicht wirklich abgeschloßen; Bis auf weiteres  könnt ihr ab sofort nach Absprache zum Kaffee kaufen im Infoladen  Schwarzmarkt, Kleiner Schäferkamp 46 vorbei kommen!

Im März haben Lisa und Basti unsere Robusta Kooperative Kichwa Rukullakta in Ecuador besucht und einen sehr wertvollen Einblick in die Arbeit der Kooperative gewonnen. Mehr dazu findet ihr im Reisebericht

Neue Sorten

Die beiden neuen Espresso-Sorten Robusta Pur (100%Robusta) und Espresso Mezcla (75% Arabica und 25%Robusta) sind sehr gut bei unseren Kund*innen angekommen und ab sofort auch in dem neu gegründeten feministischen „Gemischtwarenladen“ Black Cherry in Hamburg Wilhemsburg unverpackt zu erwerben.

Der Solikaffee Viaje Zapatista ist ausgelaufen – insgesamt haben wir ca. 1929 Kg Solikaffee gemeinsam mit den anderen Kollektiven geröstet und rund 27.000 Euro Soligeld für die Reise der Zapatistas erwirtschaftet, was uns mega gefreut hat!

Eines unserer Highlights in 2022 war das bundesweite Kollektiv-Vernetzungstreffen in Lübeck im April, was uns super viel Motivation und neue Ideen und Perspektiven mit auf den Weg gegeben hat.

Das Treffen wird in Zukunft regelmäßig ein mal pro Jahr stattfinden und hoffentlich ein wichtiger Baustein zum Ausbau kollektiver Strukturen und einer solidarischen Ökonomie werden.

Wir haben wieder zahlreiche Soli-Kaffeestände auf Festivals und politischen Veranstaltungen im letzten Jahr gemacht und werden dies auch in Zukunft tun. Vielleicht sehen wir uns ja im kommenden Jahr bei dem ein oder anderen!

Aktuelle Infos dazu findet ihr auf Instagram und manchmal auch auf unserer Homepage.

Liebe Grüße und ein wundervolles Jahr 2023 wünscht euer Kaffeekollektiv la gota negra!