Dokumentarfilm Kaffee für eine andere Welt

03.08.2018, 16:26 Uhr

Unter diesem Link findet ihr einen Dokumentarfilm mit Auszügen aus Interviews mit den KaffeeAnbauer*innen in Chiapas sowie Einblicke in die kollektive Arbeit von Aroma Zapatista und von uns der kollektiven Kaffeerösterei La gota negra:

http://www.zwischenzeit-muenster.de/andere-welten-film-kaffee.html

Zu Zwischenzeit e.V. den Dokumentarfilm Produzent*innen
Mit ihrem aktuellen Projekt stellt Zwischenzeit e.V. basisorientierte und kollektiv arbeitende Initiativen vor, die durch ihre Alltagspraxis zu mehr sozialer Gerechtigkeit und mehr Umweltschutz beitragen und bereits beachtenswerte Etappenerfolge erreicht haben.
Die von Zwischenzeit e.V. ausgewählten Initiativen nehmen das Motto “global denken – lokal handeln” ernst und haben ihre Projekte aus Kritik an der globalen Ungleichheit und Naturzerstörung gestartet. Ihre Zielsetzung ist, mit einer global orientierten Vision zu einer Verbesserung sozialer, politischer und ökologischer Probleme beizutragen – sowohl im regionalen als auch im weltweiten Kontext, in ländlichen wie in städtischen Zusammenhängen.
Zwischenzeit e.V. macht die Ideen, Ideale und die konkrete alltägliche Praxis der ausgewählten Initiativen durch Video-Dokumentationen, eine Broschüre, eine Ausstellung, öffentliche Veranstaltungen und Workshops bekannt. Sie möchten hiermit die Menschen motivieren, zu reflektieren und selbst aktiv zu werden, um zu mehr Demokratie, mehr Umweltschutz, mehr Respekt für die Menschenrechte, mehr Geschlechtergerechtigkeit und zu einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Ziel ist die Förderung gemeinschaftlichen Denkens: statt einer Ellenbogenmentalität wird kooperatives Analysieren, Denken und Handeln vermittelt.

Filmbeschreibung von Zwischenzeit e.V.
Solidarisch-ökologischer Handel mit Kooperativen aus Mexiko und Kolumbien

Die soziale Bewegung der Zapatistas in Chiapas/Mexiko engagiert sich seit Jahrzehnten erfolgreich gegen Ausbeutung, Diskriminierung und Naturzerstörung. Die Bewegung hat seit Beginn ihrer Rebellion für “Land und Freiheit” 1994 beachtliche Strukturen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Rechtsprechung, Wirtschaft, Medien und Selbstverwaltung aufgebaut. Bis 1994 lebten die Menschen in sklaverei-ähnlichen Verhältnissen und wurden u.a. von den Großgrundbesitzern der Kaffee-Fincas extrem ausgebeutet und unterdrückt.

Seit 1994 bauen sie als Genossenschaften in Selbstverwaltung Kaffee an. Dieser ökologisch-solidarisch produzierte Kaffee für eine “rebellische Würde” wird von der Genossenschaft Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG in Hamburg importiert, verarbeitet und vertrieben. So ist es gelungen, eine solidarische Handelsbeziehung aufzubauen, die weit über die Standards des fairen Handels hinausgeht.

Das Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG ist als selbstverwalteter Kollektivbetrieb organisiert. Die zentralen Punkte der Arbeit sind zum einen der solidarische Handel mit Kaffee der zapatistischen Bewegung in Mexiko sowie der Bewegung CRIC in Kolumbien. Zum anderen geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Arbeits- und Wirtschaftsstrukturen, sowie die praktische Umsetzung von Alternativen in einem selbstverwalteten und basisdemokratischem Betrieb, in dem ein gleichberechtigter und respektvoller Umgang zum Alltag gehört.

Die kollektive Rösterei La Gota Negra veredelt den zapatistischen Rohkaffee gemeinschaftlich zu einem hochwertigen und belebenden Getränk. Aroma Zapatistas und La Gota Negra arbeiten seit mehreren Jahren erfolgreich als selbstverwaltete Kollektive nach dem Konsensprinzip – alle haben die gleichen Rechte und Pflichten; Chefs oder Chefinnen gibt es nicht.

In unserer Dokumentation berichten Angehörige der zapatistischen Bewegung sowie der beiden hamburger Kollektive über ihre Erfahrungen, ihre Alltagspraxis, ihre Ziele und ihre Zukunftspläne.

(Dauer der Filmdokumentation: 26 Minuten)